4 Voraussetzungen für das Farbmanagement in Verpackungs- und Etikettendruckereien - Esko

4 Voraussetzungen für das Farbmanagement in Verpackungs- und Etikettendruckereien

November 03 2015

Verpackungsetiketten

Es ist gar nicht so einfach, die Farben auf Verpackungen und Etiketten korrekt zu reproduzieren. Die Qualität ist von zahlreichen Variablen, wie der Druckvorstufe, dem Material, dem Druckverfahren und den Farben selbst, abhängig.

Druckereien, die Farbkorrekturen auf der Druckmaschine vermeiden, sparen Zeit und senken die Ausschussrate. Aber wie kann man gleich beim ersten Mal die richtige Farbe erzielen?

Ein zuverlässiges Farbmanagement hängt von 4 wichtigen Voraussetzungen:

 

1. Arbeiten Sie mit Spektralfarbdaten

Die Mehrzahl der Farbmanagementsysteme basiert auf Lab-Farbdaten. Wo die a*-Achse zwischen grün und rot und die b*-Achse zwischen blau und gelb variiert, definiert L, wie die Farbe unter spezifischen Lichtbedingungen wahrgenommen wird.

Spektraldaten beschreiben dagegen das Verhalten der Farbe über den gesamten Bereich des sichtbaren Lichtspektrums. Da Spektraldaten nicht von der Beleuchtung abhängig sind, erfassen sie viel mehr Informationen zu einer Farbe als eine Lab-Messung. Aus diesem Grund sind Spektraldaten die einzige echte Möglichkeit, eine Farbe zu charakterisieren.

Bei Verpackungen kommt eine Vielfalt von Druckfarben und Materialien zur Anwendung und die Messbedingungen können sich erheblich unterscheiden. Daher stellen Spektraldaten die zuverlässigste Grundlage für die Farbkommunikation dar.

Ermittlung der Spektralfarbdaten mit einem Spektralfotometer Exact

2. Das Farbverhalten vorhersagen

Neben den vier Standardprozessfarben CMYK nutzt der Verpackungsdruck für gewöhnlich auch Sonderfarben. Um in der Lage zu sein, Zielvorgaben zu formulieren, muss das Verhalten dieser Sonderfarben sehr genau vorhersagbar sein.

Ein Sonderfarben-Überdruckmodell, das auf Spektralfarben basiert, ermittelt die Wechselwirkungen zwischen diesen Sonderfarben und den Prozessfarben, lange bevor der Entwurf die Druckmaschine erreicht. Damit ist die Druckerei in der Lage, genaue Proofs, Modelle und Farbseparationen zu erstellen.

PackProof

3. Drucken im erweiterten Farbraum

Druckereien, die für nahezu alle Aufträge mit Sonderfarben arbeiten, müssen etwa 50 % – 60 % der Produktionszeit für das Reinigen und Einrichten der Druckmaschine aufwenden. In einer Welt, in der immer kleinere Auflagen die Gewinnmargen schmälern, ist das durchaus ein Problem.

Auch bei einer Digitaldruckmaschine sollte sich nicht nur auf die CMYK-Standardfarben beschränken: Das Spektrum der mit CMYK druckbaren Farben reicht häufig nicht aus, um Markenfarben zu reproduzieren.

Aus diesem Grund gehen viele Druckereien zum Drucken im erweiterten Farbraum über, bei dem ein fester Satz aus fünf, sechs oder sieben Farben verwendet wird. Mit einem festen Farbensatz kann man die meisten Markenfarben reproduzieren. Zudem verkürzen sich die Lieferzeiten, da für jeden Auftrag die gleichen Farben genutzt werden.

Umwandlung von Sonderfarben für das Drucken im erweiterten Farbraum

4. Vernetzung mit einer zentralen Farbdatenbank

An der Produktion von Verpackungen sind mehrere Akteure beteiligt, die alle die Farbdaten korrekt verwalten müssen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Daher ist eine effiziente Farbkommunikation unerlässlich.

  • In unserem eigenen Druckbetrieb gewährleistet eine zentrale Datenbank, die alle relevanten Farbressourcen enthält, dass alle unsere Mitarbeiter mit den jeweils aktuellen Werten arbeiten.
  • Damit die gesamte Verpackungslieferkette immer die aktuellen Farbdaten eines Verpackungsprojekts nutzt, ist es möglich, den Druckvorstufen-Workflow mit der PantoneLIVE™-Cloud zu vernetzen. Die PantoneLIVE-Cloud ist eine sichere Datenbank mit spektral definierten Referenzwerten für Pantone®- und Marken-Sonderfarben.
PantoneLIVE Erdbal-Cloud

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